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körperliche Aktivität Krebs

Bewegung ist Gesundheit? An dieser Aussage ist viel Wahres dran. Viele Menschen verzichten das Training bei einer Krebserkrankung. Einige von ihnen befürchten, sich zu schaden, und dass körperliche Aktivität ihren Körper zusätzlich schwächen könnte. Andere verlieren die Motivation zum Trainieren. Es gibt auch eine Gruppe von Patienten, die nicht in der Lage sind, auf ihrem bisherigen Niveau zu trainieren, weshalb sie ganz auf Bewegung verzichten. Ist das gut? Definitiv nicht!

Körperliche Aktivität und Krebs

Die onkologische Rehabilitation ist ein wichtiger Bestandteil jeder Phase der Behandlung und Genesung eines Patienten. Unmittelbar vor der Therapie hilft sie dem Patienten, sich auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten. Während der Behandlung hilft sie, Stress, Müdigkeit und Schmerzen zu lindern. Körperliche Aktivität nach der onkologischen Behandlung ist wiederum der beste Weg, um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Patienten zu verbessern und seine Genesung zu beschleunigen.

Die onkologische Rehabilitation ist oft mit zusätzlichen Behandlungskosten verbunden. In dieser Situation können die durch Spendenaktionen für die Behandlung gesammelten Mittel eine finanzielle Unterstützung darstellen.

Siehe: Spendenaktionen für Krebspatienten.

Darf man während einer Chemotherapie Sport treiben?

Bewegung bei einer Krebserkrankung ist keine Empfehlung, sondern eine medizinische Indikation. Natürlich sollten Sie vor Beginn körperlicher Aktivitäten Ihren Arzt konsultieren. Art und Umfang der Bewegung sollten auf Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmt sein. Es fällt viel leichter und macht mehr Spaß, sich zu körperlicher Betätigung zu motivieren, wenn diese mit einer Aktivität verbunden ist, die Ihnen Spaß macht. Denken Sie auch daran, die Übungen abzubrechen, wenn Sie bei sich beunruhigende Symptome bemerken.

Wann darf man bei Krebs nicht Sport treiben?

Es gibt keine absoluten Kontraindikationen für körperliche Aktivität bei Krebs. Einschränkungen bei der Wahl der Aktivitätsform ergeben sich aus dem Alter und dem Gesundheitszustand des Patienten, einschließlich Begleiterkrankungen, Knochenmetastasen oder Anämie. Wenn Sie Fieber haben und sich unwohl fühlen, verschieben Sie die Aktivität auf einen anderen Tag. Unterbrechen Sie das Training auch, wenn Sie sich schwach fühlen, Schmerzen und/oder Schwindel verspüren, zunehmendes Kribbeln und Schwäche in den Gliedmaßen, Atemnot oder Gleichgewichtsstörungen haben. Besprechen Sie Ihren Gesundheitszustand mit Ihrem Arzt.

Lesen Sie: Wie wählt man eine Krebsstiftung aus?

Welche Sportarten sind bei Krebs unbedenklich?

Die onkologische Rehabilitation sollte in Absprache mit dem behandelnden Arzt und/oder dem Physiotherapeuten durchgeführt werden. Die sichersten Übungen für Krebspatienten zu Hause sind Atemübungen und Spaziergänge. Beide Aktivitäten helfen dabei, stressbedingte Anspannungen abzubauen und die Gedanken zu beruhigen.

Weitere häufig praktizierte Sportarten bei Krebserkrankungen sind unter anderem Yoga, Schwimmen, Nordic Walking, Gymnastik und Radfahren. Natürlich nur, sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Tatsächlich tragen schon kleine Arbeiten im Garten dazu bei, Körper und Geist zu stärken.

Bewegung bei Krebserkrankungen

Hilft Bewegung bei der Krebsbehandlung?

Ja, Studien zeigen, dass Bewegung bei einer onkologischen Erkrankung die Krebsbehandlung beeinflussen und die Genesungsphase nach der Therapie beschleunigen kann. Regelmäßige Bewegung verringert Risikofaktoren für ein Wiederauftreten der Erkrankung, wie z. B. Übergewicht, Entzündungen, gestörte Sexualhormonspiegel und Insulinresistenz. Schauen wir uns genauer an, wie der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Krebs aussieht.

Wie wirkt sich Bewegung auf die Regeneration bei Krebserkrankungen aus?

Die Zeit nach der Krebsbehandlung ist eine Phase, in der du besonders auf deinen Körper und deinen Geist achten musst. Viele Patienten kämpfen nach der Behandlung mit Depressionen. Der Körper ist geschwächt, und die körperliche Leistungsfähigkeit ist oft eingeschränkt.

Die onkologische Rehabilitation hilft dir, Schritt für Schritt die Kontrolle über Körper und Geist zurückzugewinnen. Während des Trainings schüttet der Körper Endorphine aus, die sogenannten Glückshormone. Durch das Training baust du Stress und Ängste ab und deine Stimmung verbessert sich. Bewegung hilft dir auch dabei, die Nebenwirkungen der Therapie zu bekämpfen, darunter eingeschränkte Beweglichkeit, chronische Schmerzen, Schwellungen und Koordinationsprobleme.

Mit jedem Training gewinnst du dein Selbstvertrauen zurück. Du stärkst außerdem dein Immunsystem und bekämpfst das Gefühl chronischer Müdigkeit. Du wirst immer selbstständiger und bereitest dich so auf die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach der Krebserkrankung sowie auf die Erledigung deiner häuslichen Aufgaben vor.

Bewegung bei Krebserkrankungen im Palliativstadium trägt dazu bei, das Wohlbefinden der Patienten zu verbessern und wirkt sich positiv auf ihre Stimmung aus. Sie lindert Schmerzen, hilft dabei, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, und kann zudem die Lebenserwartung verlängern.

Sport verbindet!

Unabhängig davon, wie viel und in welcher Form du dich bewegst, kannst du deine Angehörigen dazu motivieren, gemeinsam mit dir Sport zu treiben. Die Pflege der körperlichen Fitness ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Das Training mit einer anderen Person ist zudem eine Gelegenheit, die Beziehung zueinander zu stärken.

Bei Cancer Fighters sind sportliche Herausforderungen zu einem festen Bestandteil der Spendenaktionen unserer Schützlinge geworden. Wenn du dich dazu in der Lage fühlst oder deine Angehörigen dazu motivieren kannst, diese Herausforderungen zu unterstützen, laden wir dich herzlich ein, gemeinsam aktiv Zeit für den Kampf gegen den Krebs zu verbringen. Jede sportliche Herausforderung ist ein finanzieller Beitrag zur Behandlung eines Patienten und bietet zudem die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen.

Literaturverzeichnis

  1. Körperliche Aktivität, onkologia.gov.pl, abgerufen am 04.05.2026
  2. Urszula Parnicka, Körperliche Aktivität in der Prävention und Behandlung von onkologischen Erkrankungen, onkologiapodyplomie.pl, abgerufen am 04.05.2026.
  3. Justyna Szpunar, Bożena Karczmarek-Borowska, Körperliche Aktivität bei Krebserkrankungen, Probleme der Angewandten Wissenschaften, 2018, Band 8, S. 185–192.